Aus dem Gemeindebrief Februar 2012
Vorwort von Dr. Morgenthaler
Liebe Gemeinde,
obwohl
wir den zurückliegenden Jahresanfang weitgehend durch unser normales
„Tagesgeschäft“ schon fast vergessen haben, möchte ich Ihnen trotzdem –
auch im Namen von Herrn Pfarrer Eicher - alles Gute wünschen, vor allen Dingen
Gesundheit und Gottes Segen! Das zurückliegende Jahr war ein sehr
ereignisreiches, besonders für unsere Kirche, denn wir haben es geschafft, das
Eindringen der Feuchtigkeit in unsere „Katakomben“ durch eine
Rundumisolation des Kirchenfundaments zu stoppen und haben bei dieser
Gelegenheit den Umgang um die Kirche mit einem neuen schönen Plattenbelag
ausstatten können. Zusätzlich konnten wir die Treppe zum Hauptportal teilweise
erneuern und stabilisieren. Beides sichtbare Zeichen für die sonst weitgehend
„unsichtbar“ vergrabenen 245 000 €, die diese Bauphase I unserer Stabilitätssanierung
gekostet hat. Dank landeskirchlicher Zuschüsse und der Initiative
„Friedenskirche hat Zukunft“ unseres Förderkreises konnte die Summe vollständig
bezahlt werden. Nun steht die 2. Phase unseres Stabilisierungsprojektes an. Das
Jahr 2012 wird dazu dienen, die finanzielle Basis zu schaffen, um in 2013 die Maßnahme
beginnen zu können. Für das begonnene Jahr haben wir uns wieder viel
vorgenommen. Als Veranstaltungskirche wollen wir wieder attraktive
Veranstaltungen anbieten, das Jahr der Kirchenmusik wollen wir schon am 27.
Februar mit einem Konzert einleiten (Details auf den nächsten Seiten). Auch die
Planungen für kulturelle Aktivitäten sind schon angelaufen, freuen Sie sich
z.B. mit uns auf eine Rumpf-Ausstellung im Gemeindesaal während der
Passionszeit mit Vorträgen und Passionsandachten zu den Exponaten. Wir hoffen,
dass wir damit ein ähnliches Interesse bei Ihnen wecken können, wie letztes Frühjahr
mit unserer Slevogtausstellung und den Chinatagen im vergangenen Herbst. Wie
immer werden Sie im Gemeindebrief, auf unseren Internetseiten und in der Presse
ausführlich über unsere Aktivitäten informiert. So grüße ich Sie, auch im
Namen von Pfarrer Eicher, ganz herzlich, Ihr
Helmuth Morgenthaler
Verschiedenes
Die
Buchungen der Weihnachtsspenden waren bei Redaktionsschluss des Gemeindebriefes
noch nicht alle abgeschlossen. Auch in diesem Jahr werden wir daher erst im März
über das genaue Ergebnis berichten können. Auf alle Fälle wurden wieder über
10.000 Euro für die Friedenskirche gespendet: eine Unterstützung und
Ermutigung ohne die wir die Friedenskirche gar nicht bewirtschaften konnten.
Darum sei an dieser Stelle schon einmal allen Spenderinnen und Spendern von
Herzen gedankt. Die Spendenquittungen werden Sie im Laufe des Monats erhalten.
Urlaub
Von
Di, 14. Februar bis einschließlich Sonntag, 26. Februar ist Pfarrer Eicher in
Urlaub. Die Vertretung übernimmt Pfarrer Gunter Schmitt (DBZ, Tel. 692380) und
Pfarrer Thomas Kiefer (Pauluskirche, Tel. 695358)
Jahr der Kirchenmusik
In
der Lutherdekade von 2007 bis 2017 setzt die Evangelische Kirche in Deutschland
(EKD) jedes Jahr einen besonderen Schwerpunkt. Nach dem Jahr der Taufe 2011 ist
das Jahr 2012 nun das "Jahr der Kirchenmusik" mit vielfältigen
Veranstaltungen, über die ein eigenes Programm für Ludwigshafen vorliegt.
Das
Eröffnungskonzert für das Jahr der Kirchenmusik in Ludwigshafen findet am
Montag , den 27. Februar um 20.00 Uhr in der Friedenskirche statt. Der
Kammerchor der Friedenskirche, das Heidelberger Kantatenorchester und Christina
Wieland (Sopran) bringen von Franz Schubert Mirjams Siegesgesang und von Arnold Mendelssohn die Kantate „Aus tiefer
Not“ unter der Leitung von
Torsten Wille zu Gehör. Herzliche Einladung!
Glaubenskurs
Kann
man Glauben lernen? - Man kann es zumindest versuchen!
Im Rahmen des Offenen Glaubensgesprächs laden wir zu einem Glaubenskurs für alle ein, der ausgehend von der Person und Werk Dietrich Bonhoeffers verschiedene Themen anspricht. Er beginnt am 5. März und findet immer montags von 19.30 Uhr bis 21.15 Uhr statt. die Schlussveranstaltung wird im Juni sein. Der Kurs ist für alle, die sich mit Fragen des Glaubens und Lebens auseinandersetzen möchten: Es sind also keine "Vorkenntnisse gefragt; es ist auch nicht entscheidend ob man sich als besonders gläubig oder eher zweifelnd einschätzt: Die Unterschiedlichkeit der Teilnehmenden macht den Reichtum aus. Eine genaue Programmübersicht liegt diesem Gemeindebrief bei.
Rückblick
auf
die Veranstaltungen in der Friedenskirche
im
Monat Dezember 2011
Hochkarätiges
wurde im Dezember in der Friedenskirche geboten. Es begann am 3. Dezember mit
dem Beethovenchor Ludwigshafen und dem Kurpfälzischen
Kammerorchester Mannheim unter der musikalischen Leitung von Prof. Klaus
Arp. Interessante Werke standen auf dem Programm: das Magnificat von John Rutter (geb. 1945), Klopstocks Morgengesang am Schöpfungsfest,
von Carl Philipp Emanuel Bach (1714-1788) und Werke
von W.A. Mozart, Joh. Seb. Bach und Jehan Alain für Solo-Orgel. An der
Friedenskirchen-Orgel brillierte Torsten Wille. Weitere Solisten waren
Katrin Isabel Göring und Tamara Banjesević. Chor, Orchester und Solisten
zeigten sich auf der Höhe ihrer Kunst und erweckten die unterschiedlichen
Kompositionen zu vitalem musikalischen Leben, die zahlreichen Besucher des
Konzerts spendeten herzlichen und anhaltenden Beifall. Ein
paar Tage (8.12.2011) später brillierte Bezirkskantor Torsten Wille an der
Friedenskirchenorgel bei seinen begleitenden Improvisationen zur Präsentation
von F.W. Murnau´s FAUST, eine deutsche Volkssage, ein Stummfilm-Klassiker, der
auf einer Großleinwand in der Friedenskirche gezeigt wurde. Wie immer
illustrierte Torsten Wille den Stummfilm gleichsam musikalisch mit den Mitteln
einer mittelgroßen Kirchenorgel
und schuf so eine musikalisch sprechende Dimension für den Stummfilm, die das
Anschauen des Stummfilm auch zu einem musikalischen Ereignis zu machen. Von der
Langhals-Laute bis zu Balkanbeats, so vielseitig präsentierten sich
die Musikgruppen und Solisten des Benefizkonzerts für die Erdbebenopfer in der
Türkei am 9.12., das von einer Hilfsinitiative der türkischen Provinz Van in
der Friedenskirche veranstaltet wurde. Mit dabei waren Grup Diwan, Hosh Neva,
Mary Blooms und Alyuvar. Die Veranstalter waren mit den knapp 1000 € Gewinn für
die Erdbebenopfer zufrieden. Das Geld soll den Betroffenen von Van und Eris
helfen, dort hat am 23. Oktober ein Erdbeben der Stärke 7,2 stattgefunden mit
600 Toten, tausende Gebäude sind zerstört worden. Fotos eines befreundeten
Psychologen gaben den Konzertbesuchern einen realistischen Eindruck von der
Lage. Am
Sonntag, 18.12., dem 4. Advent fand
nach 2010 die zweite „Himmlische Nacht“ der Tenöre in der Friedenskirche
statt. Drei Tenöre der ersten Garde internationaler Opernhäuser, begleitet von
einer exzellenten Pianistin und einem virtuosen Streich-Ensemble, boten
Highlights der Klassik und bekannte Weihnachtslieder aus der ganzen Welt in der
voll besetzten Friedenskirche dar. Das stimmungsvolle Konzert war ein besonderes
Highlight am 4. Advent, Lieder wie das Ave Maria, Stille Nacht, heilige Nacht, O
sole mio, Jingle Bells oder Nessun
Dorma begeisterten das Publikum, das sich mit langanhaltendem Beifall bei den Künstlern
bedankte. Am
Tag darauf beendete ein Sinfoniekonzert mit dem Geigensolisten Vesselin
Paraschkevov und dem Kammerorchester "Sofia Solisten" das
Veranstaltungsjahr in der Friedenskirche. Das Kammerorchester der Spitzenklasse
spielte Tschaikowski, Souvenir de Florence op. 70, ein relativ unbekanntes, aber
großartiges Stück, sowie das Violinkonzert A-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart
und seine bekannte Sinfonie Nr. 29 A-Dur.
Das klein besetzte Streichorchester spielte ganz groß auf und Solist Vesselin
Paraschkevov musizierte feinsinnig und schmiegsam, extrem nuancenreich und
innig. Dirigent Plamen Djaurov, der für den erkrankten Torsten Wille einsprang,
der die Veranstaltung organisiert hatte und dirigieren sollte, führte Orchester
und Solist souverän durch das ansprechende Programm.
H.M.