Das Orgelprojekt der Friedenskirche
Aufgrund der Stabilitätsprobleme der Kirche wurde das Orgelprojekt vorläufig zurückgestellt. Sobald sich in der Stabilitätsfrage Klarheit abzeichnet, wird das Presbyterium über die Weiterführung des Projektes entscheiden.
Nach Wiedererrichtung der
Friedenskirche Ludwigshafen im Jahre 1956 wurde das Gotteshaus bald darauf auch
mit einer Orgel ausgestattet. Man entschied sich 1958 für ein dem damals
vorherrschenden Geschmack entsprechendes neobarockes Instrument, mit 27
Registern 2 Manualen, Pedal und Spielschrank, erbaut von der Fa. Steinmeyer,
Oettingen.
Die Orgel hat inzwischen über 50 Jahre zuverlässig ihren Dienst getan, jetzt aber zeigt sie Alterschwächen und bedarf dringend einer Renovierung. Dazu müsste das Instrument vollständig auseinandergenommen und gereinigt werden; alle Verschleißteile wären zu ersetzen und Schäden auszubessern. Um das verengte neobarocke Klangspektrum zu erweitern, wäre auch ein Schwellwerk mit mind. 12 Registern vorzusehen. Trotzdem bliebe die Orgel immer ein Kompromiss zwischen ihrer ursprünglichen neobarocken Ausrichtung und den Möglichkeiten, auch andere Teile der Orgelliteratur auf ihr zu spielen.
Daher hat sich das Presbyterium
entschlossen, einen Neubau anzustreben. Weil die
vorhandene Steinmeyer-Orgel den Anforderungen an eine Konzertorgel nicht gerecht werden kann, soll
sie nun durch eine Konzertorgel der Firma Späth (Rapperswil / CH) ersetzt
werden.Es ist ein dreimanualiges Instrument mit 42
Registern geplant, die Disposition ist so gestaltet, dass im Wesentlichen die
gesamte Orgelliteratur gespielt werden kann, gleichzeitig sorgen eine Reihe von
Besonderheiten für einen individuellen Klang, der die Orgel von anderen
Konzertinstrumenten im Rhein-Neckar-Raum abhebt. Die neue Orgel soll ebenerdig
im Kirchenraum aufgestellt werden. Dies ist nicht nur akustisch günstiger als
der jetzige Platz auf der Empore, mit der flexiblen Bestuhlung der
Friedenskirche lässt sich so für Gottesdienst und Konzert die Orgel jeweils
optimal integrieren. Trotz großem symphonischem Orgelklang ist so ein persönlicher
Kontakt zum Interpreten und zum „Orgelgeschehen“ gegeben. Zahlreiche
Solostimmen ermöglichen individuelle Registrierungen in allen Lautstärken und
Klangfarben – präzise Kammermusik wird genauso möglich wie große
symphonische Musik.
Die geplante Disposition der Orgel ist im Folgenden beschrieben:
Die Disposition (Anordnung, Name, Tonhöhe der Register und Pfeifen)
| Hauptwerk (I) C-a’’’ | Positiv (II) C-a’’’ | Schwellwerk (III) C-a’’’ | Pedal C-f’ |
| Bourdon 16' | Suavial 8' | Basson 16' | Principalbass 16' |
| Principal 8' | Gedeckt 8' | Geigenprincipal 8' | Subbass 16' |
| Gamba 8' | Octave 4' | Flute harmonique 8' | Octavbass 8' |
| Rohrflöte 8' | Holzflöte 4' | Salicional 8' | Gemshorn 8' |
| Octave 4' | Sesquialtera C 1 1/3' + 4/5' | Voix celeste 8' | Choralbass 4' |
| Gedecktflöte 4' | und c 2 2/3' + 1 3/5' | Ital. Principal 4' | Posaune 16' |
| Quinte 2 2/3' | Superoctave 2' | Traversflöte 4' | Fagott 8' |
| Octave 2' | Quinte 1 1/3' | Nasard 2 2/3' | Clayron 4' |
| Mixtur 4-f. 1 1/3' | Cromorne 8' | Nachthorn 2' | |
| Cornett 5-f. 8' | Tremulant | Terzflöte 1 3/5' | |
| Trompete 8' | Fourniture 4-f. 2' | ||
| Englisch Horn 8' | |||
| Tremulant |
mech. Spieltraktur - elektr. Registertraktur - Setzerkombinationen
Anmerkung: Jedes Register der Werke hat in der Regel 58 Pfeifen, ein Pedalregister 30 Pfeifen.